• Vienna

    Grüße aus Wien,

    wir hatten das Glück nicht von Zerstörungen solchen Ausmaßes betroffen zusein,um so schöner und für die Nachwelt wichtig ist die Wiedererichtung solch Historisch bedeutender Gebäude.Für das Bauhandwerk gibt
    es keine größere Herausvorderung wie Rekonstruktionen,Berlin beseitigt seine alten Narben,gut so!
    Alles Gute aus der alten Kaiserstadt Wien!

  • http://www.baerbels-fan-seite.de Julian-Musik

    Guten Tag,
    ich finde es toll das das schöne Schloss wieder aufgebaut werden soll.
    Aber meiner Meinung nach äußerlich Detailgetreu, was ja wohl nicht gemacht wird.
    Immer dieses Alt und Neu zusammen “klatschen” mag ich gar nicht zumal Berlin durch Bomben und Granaten genug verloren hat.
    Für solch ein Projekt würde ich keinen Cent spenden da sollte die Fläche lieber frei bleiben.
    Liebe Grüße aus Oberhausen
    Julian

  • aLuckyGuy

    Hallo und guten Tag,

    ich halte den Wiederaufbau für keine gute Idee und das aus folgenden Grund. So weit mir bekannt ist, hatte das Berliner Stadtschloss bereits seit 1918 keine offizielle Funktion und stand bereits Jahrzehnte vor seiner Zerstörung komplett leer. Es wird aber immer so getan als ob dieses Schloss bis zu seinem Abriss in den fünfziger Jahren ein funktionierendes Gebilde gewesen wäre, was definitiv nicht der Fall war.

    Mir persönlich fällt nicht ein einziger positiver Aspekt ein, den man mit diesen Gebäude verknüpfen könnte. Weder der preußische Millitarismus noch die deutsche Monarchie die immerhin zu einen der verheerendsten und schlimmsten Weltkriege aller Zeiten geführt hat und für das meiner Meinung nach auch dieses Gebäude steht, würde einen derartig hohen Aufwand des Wiederaufbaues rechtfertigen. Ganz im Gegenteil.

    Ich habe das Gefühl das man in Zeiten der Krise mal wieder ein nationalistisches Monument braucht. Man möchte zu gerne dort anknüpfen wo nun mal nichts anzuknüpfen ist. Die deutsche Monarchie ist 1918 definitiv und unumstößlich zu Grunde gegangen. Die Errichtung einer demokratischen, freiheitlichen Republik, eine Republik des Friedens und des freien und gegenseitigen Miteinanders – das Berliner Stadtschloss steht für das genau Gegenteil all dessen, was die deutschen Bürger in den letzten 92 Jahren aufgebaut haben.

  • Isidor

    @aLuckyGuy: Die Argumente, die Sie hier gegen die Schlossrekonstruktion anbringen, sind ja keinesfalls neu, sondern werden immer und immer wieder auf Neue von den Schlossgegnern gebetsmühlenartig herzitiert. Doch bei genauerer Betrachtung erweisen sie sich schnell als irrational und auf falschen Erkenntnissen fußend. Zunächst einmal ist es nicht richtig, dass das Schloss seit 1918 keine Funktion mehr hatte. Es diente zwar naturgemäß nach dem Ende der Monarchie nicht mehr als Sitz des Kaisers, wurde danach jedoch als Museum genutzt und beherbergte auch mehrere Institutionen wie zum Beispiel die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, den Vorgänger der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Dass hier das Argument einer vermeintlichen Funktionslosigkeit dafür herangezogen wird, um indirekt die Zerstörung dieses barocken Meisterwerks zu rechtfertigen, eröffnet tiefe Einblicke in Ihr Verständnis von Kunst und Architektur. Hätte man Schloss Versailles also nach der Revolution auch abreißen sollen, zumal es ja das Symbol für die verhasste Monarchie par excellence war? Die Reduzierung der Kunst auf eine bestimmte Funktion bedeutet letztlich das Ende der Kunst, ist sie doch schließlich das Funktionslose, das nur da ist, um zu gefallen, zu bewegen, aufzustoßen. Gerade in der Architektur ist dieser Funktionalismus verheerend, wie leicht an unseren deutschen Großstädten abzulesen ist, die ihre Identität, ihre Einzigartigkeit, ihre historische Austrahlung komplett verloren haben und nur noch einen deprimierenden Anblick bieten.

    Wenn jemand eine barocke Architektur wie die des Berliner Schlosses aus ästehtischen Gründen nicht mag, kann ich das zwar nicht nachvollziehen, aber ich kann es akzeptieren. Was ich nicht akzeptieren kann, sind abgedroschene Ideologismen und Halbwahrheiten, die gegen eine solche Rekonstruktion vorgebracht werden. Schlagwörter wie der preußische Militarismus sind nichts weiter als historische Klischees. Wenn Sie sich mit der Geschichte beschäftigen, werden Sie feststellen, dass das Land Preußen nicht häufiger in Kriege verwickelt war als andere europäische Großmächte. Wofür Preußen im 19. Jahrhundert in erster Linie stand, war religiöse Toleranz, Sparsamkeit und ein enormer Reichtum an künstlerisch und kulturell Schaffenden. Auch das Kaiserreich war keine Diktatur, in der Menschenrechte mit Füßen getreten wurden, wie viele es heute gerne darstellen möchten. Und die These, dass Deutschland alleinige Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug, dass der preußische Militarismus also geradewegs in den Krieg führen musste, wird heute wohl von keinem seriösen Historiker mehr vertreten.

    Das rekonstruierte Schloss wird kein Monument des Nationalismus sein und es wird auch nicht der Geist des alten Kaiser Wilhelm aus seinem Grab auferstehen, sobald der Putz trocken ist, und mit seiner preußischen Geisterarmee die Macht übernehmen – keine Sorge! Das Berliner Stadtschloss ist für Berlin wichtig, weil es jahrhundertelang sein Herz und seine Mitte gebildet hat, das ihm gewaltsam herausgerissen wurde. Das Schloss ist enorm wichtig für das Berliner Stadtbild und wenn es schon als Symbol dienen muss, dann dafür, dass wir auch nach 1945 nicht dazu verdammt sein müssen, in seelenlosen, unattraktiven und uniformen Städten zu leben, sondern das zerstörte Schönheit wiedergewonnen werden kann.

  • P Vroom

    Berlin war und ist eine richtige Residenzstadt. Es fehlt nur die einstige Residenz. Ihre Wiederherstellung macht Berlin wieder kompllett. Das ist jedenfalls meine Meinung als Buerger der hollaendische Residenz ‘s Gravenhage, in Deutschland besser bekannt unter den Namen Den Haag.

  • http://www.antoun-sehnaoui.me/ Antoun Sehnaoui

    Hello I haven’t had the chance to visit Berlin so far but I deeply appreciate it’s rich history.

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