Nach dem ersten Freudenschock über diesen unerwarteten Erfolg denke ich, daß man nun wirklich auf´s Ganze gehen sollte.
Ich hätte bitteschön das Gebäude zurück, das von modernistischen Vandalen in die Luft gesprengt wurde und das von ebensolchen Ignoranten bekämpft wird als würde sein Wiederaufbau die gesamte zeitgenössische Architektur in ein neugründerzeitliches Chaos stürzen.
Ich denke dabei an die Dresdener Frauenkirche. Gab es in Dresden eine solche penetrante Lobby, die partout auf einer Symbiose aus alt und modern bestand? Einer Art Gedächtniskirche, halb neoromanisch, halb Eiermann-Beton? Diejenigen, die sich immer so angeekelt gegen jedwede Retrotendenzen verwahren, führen sich im Gegenzug auf wie Wilhelm Zwo, der den Jugendstil am liebsten verboten hätte.
Verspielten, fein austarierten Barock mit brachialen, an NS-Architektur erinnernden Elementen verbinden zu wollen, übertrifft alles, was unbedarfte Zuckerbäckerarchitekten an Entgleisungen hätten anstellen können.
Dancing… äh Kreuzberger (panta rhei)
